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By Sandra Lieske

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Dies gilt insbesondere für den Fortbestand demokratischer Gesellschaften. Massenmedien und Meinungsbildung in modernen Demokratien Etymologisch betrachtet bedeutet das Wort „Demokratie“ nichts anderes als die „Herrschaft des Volkes“. “ (Voltmer, 1998/99, S. 18) In modernen Demokratien wie der Bundesrepublik Deutschland wird dabei die Partizipation der Bürger durch das Repräsentationsprinzip sichergestellt. Politische Entscheidungen werden – bis auf wenige Ausnahmen (z. B. Bürgerentscheide) – nicht direkt durch die Bürger, sondern durch die vom Volk gewählten Repräsentanten gefällt.

Die Chance für einen Meinungswandel beim Empfänger ist nämlich dann geringer, wenn er erst nach Konfrontation mit einer Aussage erfährt, dass die Information von einer unglaubwürdigen Quelle stammt und umgekehrt. Der Zusammenhang im Kommunikationsprozess ist also mehr als komplex, wobei sich ein positives/negatives Image des Kommunikators vornehmlich auf die Einstellungen des Publikums auswirkt, der Einfluss des Faktors sich im Laufe der Zeit abschwächt und das Lernen oder Vergessen von Inhalten davon unberührt bleibt.

Dass sich nämlich zunächst ein insgesamt recht positives Journalistenimage gezeigt hatte, führten die Forscher darauf zurück, dass die positiven Antworten der Zeitungsleser vor allem aus Höflichkeit zustande gekommen waren (vgl. Weischenberg & Scholl, 1989, S. 422). Aufgrund dieser Ungereimtheiten unterzogen Weischenberg und Scholl die Dortmunder Daten einer weiteren Analyse. Dieses Mal näherten sie sich dem Faktor „Journalistenimage“ auf indirektem Wege, nämlich durch die Erfassung der Kommunikationserwartungen, die die Dortmunder Zeitungsleser an die Lokaljournalisten stellten.

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